Bringen Nobelmarken das große Geld?
Bringen Nobelmarken das große Geld?

Kennt ihr die echte "Kelly-Bag"? Ein echt edles Täschchen von Hermès. (Klarerweise benannt nach der großen Grace Kelly, dem Inbegriff für Eleganz der 50er) Wer heute so eine Tasche haben will, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen, auf der man dann für einige Monate schmoren gelassen wird. Hat man dann rund 4000 Euro gezahlt bekommt man das langersehnte Stück. Und gehört zu einer edlen Gesellschaft.

Anscheinend ist diese edle Gesellschaft aber wankelmütig. Bei den großen Nobelmarkenkonzernen geht es heute ganz schön turbulent zu. Immer wieder hört man vom Konkurs oder Fast-Konkurs, die Aktienkurse steigen zwar aber die Analysten raten dazu, zu verkaufen.

Mich wundert das nicht. Wer hat denn heute noch den Überblick, wer überhaupt für diese Megakonzerne noch die Mode entwirft? Was heißt Mode? Neben sünd-teurer Kleidung werden auch noch Accessoirs, Parfums, Uhren, Geschirr, Bettwäsche usw. verkauft. Fast schon auf gut wienerisch ein Ramsch-laden. Die Markenpflege der Großkonzerne wird immer dürftiger und sie werden bald auswechselbar wie Billig-Marken. Vielleicht auch deshalb, weil einige große Firmen so viele Labels unter einem dach vereinen, die total unterschiedlich positioniert sind.

Schön wäre es, wenn die Großen wieder Linien vorgeben könnten. Wenn große Labels wieder mit herausragenden, visionären Designern auffallen würden und nicht mit beängstigenden Börsenachrichten.


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