
Die Diskussion über It-Bags (das sind Taschen, die derzeit gerade in sind und ohne die ein echter fashion-victim nicht leben kann) läuft schon seit einigen Monaten.
Ich habe das Gefühl jetzt erst hat auch die Presse das Thema aufgegriffen (in der Welt am Sonntag war schon im Februar ein spannender Artikel dazu) und alle möglichen Zeitschriften und Tageszeitungen berichten darüber. Daher kommen auch von mir ein paar Gedanken dazu: Auslöser war derzeit vor allem der East/West-Shopper von Louis Vuitton, eine Edelversion des banalen Kunststoff-Shopping-Bags. Während die Banal-Version um ein paar Euro zu haben ist, kostet das Edelstück vom Designer 1200 Euro und unterscheidet sich äußerlich nur durch einen überdimensionalen Logo-Stempel. Angeblich will man sich damit mit der Kluft zwischen den armen Entwicklungsländern und unserer Konsumgesellschaft auseinandersetzen.
Ist ja recht fein, wenn durch Kunst, und als solche sehe ich Modedesign, auch die Welt verändert werden will. Und wenn so ein Stück, das als Diskussionsplattform kreiiert wurde, dann auch noch Geld verdient wird, umso besser. Warum das aber dann eine It-Bag werden soll. Na, ja. Für ein edles Stück, wie die Rodeo von Longchamp, kann
man sich ja die Seele leicht erwärmen. Und wenn man dann noch genug Geld übrig hat, auch die Geldbörse. Aber eine Plastik-Einkauftstasche um soviel Geld? (Die ich noch dazu hässlich finde, aber das ist halt meine private Meinung)
It-Bags sind ohnehin nur eine Saison in, denn in der nächsten gibts schon wieder Unmengen andere und man sieht gleich wer was "Altes" trägt. Dann schon lieber Geld für etwas Schönes ausgeben!
