
Der Vollbart ist ein wahrhaft haariges Thema, das keine(n) kalt lässt. Befürworter sehen im Vollbart die ultimativ virile Manneszier und den deutlich sichtbaren Ausdruck verwegener und unverwüstlicher Männlichkeit. Gegner halten diese Form der Barttracht allerdings für ein mental angegrautes altväterliches Relikt, dem am besten sofort die legendäre Bartwickelmaschine den modischen Garaus machen sollte. Außerdem bedarf ein Vollbart der peniblen hygienischen Pflege, denn sonst wird aus dem nachwachsenden Rohstoff schon bald ein unfreiwilliges Reservoir für Essensreste und andere organische Flüssigabfälle.
Solche Gesundheitssorgen muss man sich bei den aktuell prominenten Verfechtern des Vollbarts wohl eher nicht machen. Denn die Liste männlicher Hollywoodgrößen, die es derzeit in ihren maskulin markanten Gesichtern nach Herzenslust sprießen, wachsen und gedeihen lassen, liest sich fast wie das Versammlungsprotokoll der derzeit amtierenden "Sexiest Man Alive". Da machen sich beispielsweise George Clooney, Brad Pitt, Robert Pattinson, Ewan McGregor, Jon Hamm, Jim Carrey und sogar seine Hoheit, Prinz William, für die ausladende Gesichtsmatte stark.
Ich persönlich bin ganz und gar keine Freundin ausufernden Gesichtsbewuchses. Aber wenn ich die Wahl zwischen einem vollbärtigen Robert Pattinson und einem glatt rasierten Frank Walter Steinmeier hätte, würde auch mir eine schnelle Entscheidung nicht allzu schwer fallen.
